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12.551-554 Region Mattertal / Grächen

Letztes Update: 20. Februar 2025, 12:57

Ab dem Bahnhof St. Niklaus starten mehrere Buslinien - im Auftrag der Brig-Visp-Zermatt-Bahn (seit 2004 fusioniert zur Matterhorn-Gotthard-Bahn) fährt seit 2002 PostAuto nach Breitmatten, Gasenried und Grächen. Dabei treffen sich in auf dem engen Bahnhofsareal zu Schulbeginn und -schluss bis zu vier PostAuto-Fahrzeuge, wie hier am 27.4.2010, als der Fahrzeugpark noch wesentlich vielfältiger war als heute. Inzwischen setzt die Regie – der ab 2002 bis 2023 hier tätige PU Zerzuben hat den ÖV-Auftrag im Frühling 2023 abgegeben – ausschliesslich Iveco Crossway im Mattertal ein.

Einige PostAuto-Kurse ab Grächen fahren auch parallel zur Brig-Visp-Zermatt-Bahn weiter bis Visp. Es sind dies vor allem die saisonalen Eilkurse Visp - Niedergrächen - Grächen, auf denen nicht nur die Postautos aus Grächen, sondern auch Fahrzeuge von Visper PU Autotour zum Einsatz gelangen. Die Aufnahme zeigt einen Wagen von Autotour am Bushof Visp bereits für die Abfahrt als nachmittäglicher Eilkurs nach Grächen.

Nebst den Eilkursen nach Grächen laufen unter der entsprechenden Liniennummer 552 auch einzelne Kurse zwischen den Lonza-Werken in Visp und Stalden-Saas mit, durch den Regie-Standort Törbel bzw. früher durch den dortigen PU Karlen bedient. Die Kurse laufen ab Stalden-Saas jeweils durch auf die Linie nach Törbel und sind auch entsprechend beschriftet – hier im Bild beim Weiler Neubrück. Ein früherer Schülerkurs zwischen Stalden und Kalpetran ist hingegen schon seit Ende 2014 und der Verdichtung des Takts auf der Bahn zwischen Brig und Zermatt Geschichte.

Während die Strasse von Brig bis zum Matterhorn-Terminal in Täsch schon länger durchgehend zweispurig ausgebaut ist, waren Auto- und Postautofahrer nach Grächen noch lange vor auf Ausweichstellen angewiesen. Am 13.5.2010 ist einer der diversen Setra 313UL unterwegs nach Grächen bei Wichelwald...

...und kurz darauf ein Eilkurs bei Bodmen. Der Ausbau der Strasse stand schon lange auf der Prioritätenliste, wurde aber wegen dringenderen Ausbauprojekten, beispielsweise zwischen Brig und Saas Fee, mehrfach verzögert - für den PostAuto-Fan natürlich durchaus nicht schlecht, waren doch so noch bis 2018 solche Bergsträsschen-Eilkurs-Szenen täglich zu beobachten. Seit Herbst 2018 ist nun die Grächner Strasse durchgehend zweispurig ausgebaut – für das Postauto, das für ängstliche Autofahrer bisher eine gute Alternative war, durchaus nicht nur ein Wettbewerbsvorteil.

Bereits seit längerem ausgebaut ist der obere Abschnitt der Strecke, hier bei Rittinen. Hier hat der Bus den gröbsten Aufstieg geschafft, von nun an geht die Fahrt durch typische Walliser Ferienhaus-Streusiedlung bergwärts bis zur Endstation.

Diese ist bei der Post mitten im Zentrum von Grächen gelegen und heisst entsprechend ihrer Ausgestaltung inklusive Busdepot denn auch "Station". Im Gegensatz zu verschiedenen «Stations» im französischsprachigen Wallis, welche darauf bis in die 2020er-Jahre warten mussten oder sogar noch immer warten, fährt hier schon seit langen Jahren mindestens stündlich ein Bus hoch, mit direktem Anschluss in St. Niklaus von und nach Visp.

In Niedergrächen zweigt eine weitere Postautolinie ab: Sie führt über diese schmale und etwas reparaturanfällige Strasse bergwärts ins kleinere Gasenried. Meist muss dafür in Niedergrächen umgestiegen werden, gelegentlich fahren aber auch Busse durch von und nach St. Niklaus - wie dieser Kurs am 27.4.2010, der in Kürze die Post Niedergrächen erreicht hat und nach der Talfahrt in St. Niklaus eine grosse Schar Schüler bergwärts befördern muss.

Fährt der Bus nicht durch bis St. Niklaus, ist auch das Fahrgastaufkommen kleiner. So reichte bis 2010 gar ein Sprinter für viele der Zwischenkurspaare aus. Seit 2010 werden alle Kurse mit "richtigen" Bussen gefahren, womit die Fahrzeugreserve verkleinert werden konnte. Die bisherige Wendemöglichkeit durch die kleine Garagenhalle ist dadurch allerdings weggefallen…

Im Gegensatz zur Grächnerstrasse ist die Nebenstrasse nach Gasenried nach wie vor nicht zweispurig ausgebaut; Beim Weiler Erbji kämpft sich ein Setra 313UL über die nicht geräumte schmale Bergstrasse bergwärts gegen die Endstation.

Nur zweimal täglich, und auch nur an Schultagen verkehrt der Bus von St. Niklaus nach Breitmatten. Die Linie holt und bringt die Schüler in den kleinen Weilern entlang der Brig-Visp-Zermatt-Bahn für die zentrale Schule in St. Niklaus und passiert dabei auch den mit einem eigenen Bahnhof erschlossenen Ortsteil Herbriggen. Hier am 7.2.2014 frisch verschneit - und mit entsprechender Verspätung - der damals noch einzige 12-Meter-Wagen, ein Irisbus Crossway.