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50.580/581 Ortsbus Däniken

Letztes Update: 31. Oktober 2023, 11:00

Mit nur 2800 Einwohnern gehört die Gemeinde Däniken zwischen Aarau und Olten wohl zu den kleinsten Schweizer Gemeinden mit Ortsbus. Das Angebot wurde 2008 geschaffen, um einerseits die ausgedehnten Arbeitsplatzgebiete an den Bahnhof anzuschliessen, und andererseits das aufgrund der lockeren Einfamilienhaus-Bebauung weit ausgedehnte Siedlungsgebiet zu erschliessen. Von Beginn an werden die beiden Linie 580 und 581 von PU Wyss, Boningen, mit einem Sprinter bedient – das in dieser Galerie dokumentierte Fahrzeug wurde inzwischen durch ein neueres Modell ersetzt. Der Bus wartet am Bahnhof auf den Anschlusszug von Olten. Das unscheinbare Bahnhofsgebäude entspricht ungefähr dem in den 1970er- und 80er-Jahren angewandten Schema, damals wurde die Bahnstrecke Zürich – Bern deutlich ausgebaut und in Däniken ein neuer Schnellgut-Bahnhof eröffnet.

Die Linie 580 führt bis in den alten Weiler Eich, welcher etwas erhöht am Abhang liegt und heute mit dem eigentlichen Dorf Dänikon längst zusammengewachsen ist. Der Bus hat vor kurzem die Haltestelle Prüsstrasse bedient und fährt nun weiter zur (nominellen) Endhaltestelle Eichweid – in Wirklichkeit ist die Linie ein Rundkurs, und der Bus wird die Haltestelle, wenn keine Fahrgäste vorhanden sind, ohne Halt durchfahren.

Der eigentliche Rundkurs beginnt gleich hinter der Kirche, welche allerdings gut in einem kleinen Wäldchen versteckt ist – ganz im Gegensatz zum Atomkraftwerk Gösgen, das am alten Aarelauf vor sich hindampft. Der Bus hat vor 2 Minuten den Bahnhof verlassen und fährt nun eine Runde im Gegenuhrzeigersinn…

…durch die weitläufigen Einfamilienhausquartiere, um vorbei an der Haltestelle Ettenberg nach wenigen Minuten dieselbe Stelle wieder zu passieren. Bis heute fährt der Bus nur in den Hauptverkehrszeiten, welche allerdings bis 2021 – im Gegensatz zu vielen ähnlichen Kleinnetzen in der Schweiz – auch den Mittag umfasste. Auf dem letzten Kurs des Mittags entstand diese Aufnahme, fotografiert von Sarah Keller.

Auf der anderen Seite des Bahnhofs führt eine Schlaufe ins Industriegebiet, genauso wie der Bus in die Wohngebiete im Halbstundentakt. Am Übergang zwischen Gewerbebauten und Wohnblocks fährt der Sprinter der Haltestelle Aarefeld entgegen. Direkt hinter den Bauten liegt die Gemeindegrenze, die hier ziemlich chaotische Züge hat und auch das Areal des AKW teilt. Foto: Sarah Keller.