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70.180/190/195: Bezirk Höfe (Pfäffikon SZ und Umgebung)

Letztes Update: 13. März 2025, 21:24

Der Bahnhof Pfäffikon SZ ist Ausgangspunkt eines grösseren PostAuto-Liniennetzes. Bis auf den Marchbus, welcher die vorderste Halteposition belegt und von der Betriebsstelle Reichenburg gefahren wird, werden die Postautolinien seit Frühling 2023 von einem neuen Regie-Standort in Freienbach, welcher Uznach angegliedert ist, gefahren. Bis Ende 2019 war der lokale PU Schuler, Feusisberg, für das Netz zuständig und anschliessend während dreieinhalb Jahren der Einsiedler PU Lienert+Ehrler, welcher sich inzwischen wieder auf seinen Hauptstandort konzentriert. Die vordersten Plätze am modernen (aber bereits nicht mehr vollständig behindertenkonformen) Bushof werden von den stark frequentierten Hauptlinien besetzt – auch die Linien in den Bezirk Höfe sind nach Nachfrage sortiert. So findet sich die kurze «Rennstrecke» zum Seedamm-Center bereits an zweiter Stelle, die Linie nach Feusisberg dann aber erst an der fünften…

Die ursprüngliche Schuler’sche Buslinie führt von Pfäffikon SZ über Feusisberg zum SOB-Bahnhof Schindellegi-Feusisberg. Diese relativ steile Strecke ist gemäss aktueller Planung Einsatzgebiet für zwei LE-Standardbusse, wobei die Linie auch regelmässig durch vollniederflurige Fahrzeuge bedient wird. Die aktuell eingesetzten LE sind Occasionen, welche nach dem Rückzug von PU Lienert+Ehrler per Sommer 2023 aus dem Bündnerland importiert wurden. Einer der beiden wartet hier am modernen Bahnhof auf die Anschlusszüge.

Im Dezember 2012, wurde die bis dahin nicht mal systematisch stündlich befahrene Linie auf einen Stundentakt und in der HVZ gar auf einen Halbstundentakt ausgebaut, seit Ende 2019 gilt dieser sogar ganztags. Aus Umlaufgründen musste am Anfang des Halbstundentakts noch teils in Feusisberg Garage das Fahrzeug gewechselt werden, hier an einem nebligen Morgen. Der Wagen rechts wurde von der Thurgauer Regie angemietet, um den Halbstundentakt schon vor Lieferung des für diesen Zweck beschafften neuen Crossway LE planmässig einführen zu können. Mit der Umstellung auf LE-Standardbusse im Sommer 2023 verschwanden die Midibusse von der Linie.

Die Strecke nach Feusisberg bietet von der schmalen Bergstrasse wunderschöne Blicke auf Zürichsee, Obersee und bei klarer Sicht bis zum Alpsteinmassiv. Hier passiert der Bus das beliebte Ausflugsrestaurant Luegeten, etwa auf halbem Weg zwischen Pfäffikon und dem Dorf Feusisberg gelegen. Im Hintergrund ist der Seedamm zu erkennen, der Pfäffikon und Rapperswil-Jona verbindet.

Die am besten bediente Linie ab Pfäffikon ist aber, wie schon angedeutet, nicht etwa die ursprüngliche Hauptlinie, sondern jene kurze Verbindung zum Seedamm-Center, welche auch das Alpamare-Erlebnisbad an den ÖV anbindet. Die Strecke wird heute von Montag bis Samstag viertelstündlich, in Spitzenzeiten sogar alle 10 Minuten bedient – trotzdem sind zu Spitzenzeiten gar Dreiachser nötig, um das Passagieraufkommen zu bewältigen. Im Bild hat einer der beiden 2015 ausrangierten 15-Meter-Wagen vom Typ MAN A26 gerade gewendet und wartet nun auf den ihm eigentlich vorbehaltenen Platz an der Haltekante… Die aktuellen Dreiachser vom Typ A36 sind etwa einen Meter kürzer als die A26.

Die hohen Frequenzen der Linie stammen nicht nur vom Einkaufszentrum, auch die unterwegs liegenden Schulen (Kantonsschule und Berufsschule) sorgen für viel Nachfrage, obschon sie praktisch im Einzugsgebiet des Bahnhofs liegen. Die beiden Dreiachser werden allerdings gezielt auf besonders starken Kursen eingesetzt – auch in der nachmittäglichen HVZ gelangen regelmässig Standardbusse auf die Linie, hier bei der Haltestelle Kantonsschule.

Per Ende 2024 wurde die Linie in der Hauptverkehrszeit halbstündlich verlängert bis zur Haltestelle Talstrasse, welche den oberen teil des Gewerbegebiets rund um das Seedamm-Center erschliesst. Gewendet wird über ein Firmenareal, anschliessend wartet der Bus seine Standzeit an der brandneuen Haltekante hier ab.

Die dritte Linie, mit Nummer 180, führt, grob gesagt, entlang der Bahnlinie der Südostbahn nach Samstagern und erschliesst die nicht durch die Bahn angebundenen Quartiere. Hier ist ein MAN-Standardwagen unterwegs durch den Ortskern von Freienbach, der nach dem Bau der Umfahrungsstrasse mustergültig aufgewertet wurde – einer der wenigen Flecken in der grossen (und Steuergünstigen) Gemeinde, welcher auf den Besucher wirklich einladend wirkt…

Durch eine langgezogene Mulde, welche durch die Rebhänge des Leutschen vom Zürichsee abgetrennt wird, nehmen die Busse nach Freienbach die Steigung hoch nach Wollerau in Angriff. Nach einem kurzen Überlandabschnitt erreicht der Bus die Ausläufer der Siedlung Obereulen…

…um kurz darauf die SOB-Haltestelle Wilen b. Wollerau zu bedienen. Die Linie wird heute in der Hauptverkehrszeit ebenfalls viertelstündlich bedient, wobei die Zusatzkurse bei der Haltestelle Wollerau Wächlen enden.

Am Sonntag verkehrt die ganze Linie nur bis zum Bahnhof Wollerau der SOB – so kann sie mit einem einzigen Umlauf bedient werden. Der Standardbus hat den Bahnhof gerade für die Rückfahrt nach Pfäffikon verlassen und wird bis zur Haltestelle Wilen auf weniger als einem Kilometer Strecke zwei Bahnübergänge über die SOB-Strecke queren.

Nach einer Unterführung, der Haltestelle Wächlen und einem dritten Bahnübergang queren die Busse schliesslich das Dorfzentrum der Villengemeinde, welche sich in den letzten Jahren massiv ausgedehnt hat.

Die Feinerschliessung der vor allem von Terrassenhäusern überwucherten Hänge übernehmen die Buslinien 175 und 176 vom Busbetrieb Bamert – das Postauto nimmt stattdessen die Kantonsstrasse, welche an weniger begehrten Baulagen vorbei mit zwei Kehren bergwärts führt und einen schönen Blick über Streuobstwiesen zum Zürichsee ermöglicht. Hier fahren die Busse nach wie vor halbstündlich – bis Wollerau musste in Lastrichtung ein Viertelstundentakt eingerichtet werden, um mit den 2014 überarbeiteten S-Bahn-Fahrplänen weiterhin alle Anschlüsse anzubieten.

Endstation Samstagern: Beim Depot- und Verwaltungssitz der alten Südostbahn (die heutige SOB wird ab St. Gallen geführt) wenden die Busse und bieten Anschluss an die S13, welche talwärts nach Burghalden und Wädenswil führt. Auch besteht Anschluss an die Linie 170 von ZimmerbergBus, welche die Ortschaft mit dem Zentrum der Standortgemeinde Richterswil verbindet.