Letztes Update: 1. November 2023, 10:02
Im Mittleren Tösstal besteht seit Ende 2015 ein kleines Postautonetz, das heute von PostAuto-Unternehmer Steiger aus Schlatt mit nur 2 Fahrzeugen bedient wird, und das einst durch verschiedene PU ab verschiedenen Standorten gefahren wurde. Teil davon ist die Linie 833, welche ab Pfäffikon (mit gutem Anschluss ab der S3)…
…stündlich nach Wila führt. Die Linie ist damit „Nachfolgerin“ der einstigen Rundkurs-Linie Pfäffikon – Hermatswil – Schalchen – Gündisau – Pfäffikon, welche von PU Ryffel ungefähr stündlich (am Wochenende deutlich weniger) bedient wurde. In Wila fahren so zum ersten Mal planmässig Standardbusse, die Infrastruktur ist dafür noch nicht ganz perfekt – hier wartet ein Citaro auf den Anschluss aus Winterthur und die Rückfahrt nach Pfäffikon.
Am Wochenende wird die Linie 833 nur zweistündlich bedient – mit einem Midibus, der gleichzeitig auch die Linien 805-807 bedient. Werktags dagegen muss für Schüler sogar der neue Stundentakt verdichtet werden, was weiterhin mit einem Fahrzeug von PU Ryffel geschieht. Mit Blick auf das neue attraktive Angebot wurde in Hermatswil auch die Bushaltestelle erneuert, die Kante ist jetzt behindertengerecht ausgestaltet und aus beiden Richtungen anfahrbar.
Mit dem neuen Konzept nicht mehr bedient ist die frühere Haltestelle im Dorfkern von Schalchen, dieser wird jetzt am Rande bedient. Für fast 10 Jahre wurde die fehlende Querverbindung Wila – Schalchen wenige male pro (Werk-)Tag mit einem Kleinbus bedient, bis sie nun Ende 2015 endlich zum regulären (und regulär finanzierten) Angebot wurde. Gelenkbusse waren übrigens aufgrund der Fahrgastzahlen früher wie heute nicht nötig, gelangten aber zu Ryffel-Zeiten aus Umlaufgründen in der Nebenverkehrszeit auf den 833er-Rundkurs.
Komplett aus den öV-Netzplänen verschwunden ist das Dorf Gündisau, das auf der Rückfahrt des Rundkurses angeschlossen war. An einem der letzten Betriebstage ist ein Standardbus von PU Ryffel unterwegs, hat soeben das (zu Russikon gehörende) Dorf verlassen und fährt nun bergwärts über eine kleine Anhöhe zurück nach Pfäffikon.
Schon längere Zeit war Wila Ausgangspunkt der Buslinie 807, welche eine der am dünnsten besiedelten Bergregionen des Kantons Zürich ungefähr zweistündlich an den öffentlichen Verkehr anbindet. Die Endstation Sitzberg liegt auf über 800 Metern über Meer auf einem Grat, welcher gleichzeitig die Kantonsgrenze zum Thurgau darstellt. Der Bus hat gerade die Endstation bei der kleinen Kirche verlassen und fährt nun dem Grat entlang zurück Richtung Kanton Zürich.
Seit Dezember 2015 wird die Linie 807 nicht mehr eigenständig mit einem Kleinbus, sondern in Verbindung mit anderen Linien von PU Steiger, Schlatt, mit diesem Solaris 8.9LE bedient. Die Linie wurde ab Wila nach Turbenthal verlängert, schliesst so zusätzliche Einwohner der beiden langgezogenen Strassendörfer an den öV an und ermöglicht eine einfachere Verknüpfung mit den weiteren Buslinien ab Turbenthal.