Letztes Update: 1. November 2023, 20:46
Das Gebiet der 2013 durch eine Gemeindefusion entstandenen Gemeinde Gommiswald wird heute hauptsächlich von drei Postautolinien erschlossen, ergänzt durch die Schneider-Buslinie 622 Rapperswil–Eschenbach–Wattwil. Die Erschliessung des Hauptortes Gommiswald erfolgt ab dem Bahnknoten Uznach mit zwei Buslinien. Sowohl die Linie 632 als auch die 633 starten am Bahnhof…
…und fahren dann zuerst durch das «Städtli», den Kern Uznachs. Bei der Haltestelle Tor am oberen Ende verzweigen sie sich dann: Die Standardbusse der Linie 632 verlassen den Knoten an der unteren rechten Ecke des Bilds, die Midibusse der Linie 633 – wie hier im Bild – mit einem doppelten Linksabbieger.
Die Linie 632 fährt anschliessend direkt nach Gommiswald, das an aussichtsreicher Lage (wobei die tatsächliche Aussicht sehr von der Lage im Dorf abhängt) oberhalb der Linthebene liegt. Der Bus im Bild ist unweit der Haltestelle Schönenbach unterwegs bergwärts, im Hintergrund ist der Obersee, oberster Teil des Zürichsees, zu erkennen.
Im Dorf Gommiswald begegnen sich die beiden Linien wieder, allerdings in gegenläufiger Richtung. Vor kurzem ist der Bus der Linie 633 nach Rieden abgebogen, ihm folgt in gleicher Richtung der 632er, der das Dorf nun Richtung Uznach verlässt. Die beiden Linien bieten hier Anschluss untereinander, dass auch für Ernetschwil ein Halbstundentakt von und nach Uznach entsteht…
…obschon das Dorf nur mit der stündlichen Linie 633 bedient wird. Als einzige Linie um Uznach wird sie mehrheitlich mit kleineren Fahrzeugen bedient – aktuell ein «verkürzter Normalbus» vom Typ Citaro K. Grund dafür ist der schmale Strassenabschnitt zwischen Uznach und Ernetschwil, hier bei der Neumühle.
Zwischen Ernetschwil und Gommiswald sind die Strassenverhältnisse dann eigentlich kein Problem mehr – die 2013 «zusammenfusionierten» Gemeinden sind mit einer breiten, mit einem Trottoir ausgestatteten Strasse verbunden, auf welcher hier ein Citaro LE – zwei solche Fahrzeuge gelangten 2013 als Occasion aus Frauenfeld nach Uznach – unterwegs ist.
Auch die anschliessende Bergfahrt nach Rieden ist für Standardbusse an sich gut zu bewältigen – auch aus Kapazitätsgründen sind immer häufiger diese grösseren Fahrzeuge zu sehen. «Echte» Midibusse, die auch schmaler sind, sind mit dem Verkauf der letzten Hess-Bergbusse im Jahr 2021 von der Linie verschwunden.
Zurück zur Linie 632 – diese führt ab Gommiswald weiter bergwärts ins Dorf Uetliburg, schon vor der Fusion Teil von Gommiswald. Die Buslinie bedient das Dorf in einer langen Stichfahrt – der Van Hool im Bild (Van-Hool-Fahrzeuge waren in Uznach zwischen 1997 und 2016 verbreitet) hat kürzlich die Hauptstrasse verlassen und durchfährt nun das hauptsächlich aus Einfamilienhäuschen mit Aussicht bestehende «Satellitendorf» bis hin zur Haltestelle Giegen, bevor er die ganze Strecke wieder zurück fährt…
…und die Bergfahrt zum Dörfchen Ricken in Angriff nimmt. Direkt auf der Grenze zwischen Gommiswald und Wattwil gelegen, ist das kleine Dorf auch ein Wintersportort und bekannt für sein Loipennetz. Schneesicherheit gibt es aber natürlich auch hier auf 800 Metern über Meer nicht mehr – solche Aufnahmen wie aus dem Januar 2021 sind heute eine Seltenheit! Die Linie 632 wird übrigens heute in der Hauptverkehrszeit zum Halbstundentakt verdichtet, allerdings nur bis Uetliburg.
Schon vor der Fusion waren die Schulgemeinden von Gommiswald, Ernetschwil und Rieden mit einer gemeinsamen Oberstufe auf ein Schulbusangebot angewiesen; dieses wird weiterhin durch die Linie 628 sichergestellt, welche aktuell von Gommiswald über Ricken und Gebertingen nach Ernetschwil und zurück fährt – der Fahrzeugeinsatz war über die vergangenen Jahre recht wechselhaft. Vom Kleinbus – hier ein Sprinter 515CDI auf Talfahrt von Gebertingen nach Ernetschwil…
…bis zum aktuell meist eingesetzten Standardbus war schon die ganze Bandbreite an Fahrzeugen zu sehen, die Dimensionierung erfolgt nicht nur aufgrund der nötigen Kapazität, sondern auch aufgrund der im jeweiligen Fahrplanjahr vorhandenen Fahrzeuge. Auch ein Solaris-Midibus vom Typ Urbino 8.6 wurde während einigen Monaten regelmässig eingesetzt – er hat hier gerade Gebertingen verlassen und fährt im ersten Morgenlicht bergwärts zum Ricken. Dieser Teil der Gemeinde wird ansonsten durch die Linie 622 von Schneiderbus bedient.