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90.58x: Skibus Savognin

Letztes Update: 1. März 2025, 16:13

Unternehmer
Reptrans AG, Salouf

Seit Eröffnung der ersten drei Skilifte zwischen Savognin und dem Piz Martegnas im Jahr 1962 hat sich das Bergdorf Savognin zum Zentrum des Wintersportes im Surses entwickelt. Die Gemeinde ist schnell gewachsen und verfügt heute über grosse Ferienwohnungs-Kapazitäten, die allerdings weit verstreut sind: Um die Reisenden an die Talstation der Sportbahnen zu bringen, leistet deshalb seit langen Jahren ein von PU Reptrans, Salouf gefahrener Ortsbus gute Dienste. Der Fahrplan ist grundsätzlich so ausgelegt, dass er mit einem Fahrzeug bedient werden kann – an Spitzentagen sind aber deren zwei notwendig, um die Kapazität sicherzustellen. Im Bild warten beide für die Saison 2024/25 zugeteilten Fahrzeuge an der Post Savognin auf ihre Abfahrt. Erstmals seit 2012 sind für die Leistungen wieder Midibusse eingeplant, nachdem einige Jahre mehrheitlich Standardbusse genutzt wurden.

Die Skibusse, unter der Nummer 582 eingeteilt, bedienen seit Ende 2022 zwei Linien unter derselben Nummer. Zuvor war jeweils ein einfacher Rundkurs Teil des Netzes, mit Beginn und Ende an der Post – aber mit den Sportbahnen als natürlich wichtigste Haltestelle. Hier wartet ein Citaro C2, während einigen Saisons von der Regie angemietet, auf Wintersportler für den Rückweg nach Hause (Foto: Silvan Pleisch)…

…und nimmt danach die Steigung hinauf ins Dorf wieder in Angriff, wobei der Blick auch zurückfällt auf «The Cube», ein modernes backpacker-Hostel unweit der Talstation. Die Neoplan N4411, ursprünglich Engadinbus-Fahrzeuge, waren von 2005 bis 2017 hier aktiv.

Nach der Überquerung der Hauptstrasse erreicht der Ortsbus die oberen Quartiere, in denen hauptsächlich kleinere Ferienhäuser stehen. Die Haupterschliessung übernimmt eine Parallelstrasse zur Hauptstrasse, welche vom Bus fast in ganzer Länge befahren wird, hier unweit der Haltestelle Canetel.

Die eigentliche Herausforderung an der Ortsbus-Linienführung stellt die Bedienung der obersten Gebäude bei der Haltestelle Soras dar – besonders bei schneebedeckter Strasse kann der Bus hier nur im Schrittempo verkehren, und mit den grösseren Citaros ist die Fahrt auch nicht einfacher geworden. Die Foto entstand auf der Talfahrt zurück zur Erschliessungsstrasse, im Hintergrund ist eine Kapelle des Kreuzweges zu erkennen, welcher hier parallel zum Strässchen bergwärts führt.

Wieder einfacher wird die Fahrt gegen den hinteren Ortsteil – vor der Kulisse einer standardisierten Ferienhausüberbauung rollt der Citaro talwärts zur Kantonsstrasse, welche er bei der Haltestelle Bursa direkt an der einzigen kleinen Gewerbezone des Dorfes – eine grössere liegt in der selben Gemeinde im Nachbarort Cunter – wieder erreichen wird

Erst seit Ende 2022 fahren die Skibusse stündlich auch ins Nachbardorf Cunter – wobei die Fahrt am Morgen nur in Richtung Savognin und nachmittags nur in Gegenrichtung angeboten wird. Oft reicht hierfür auch an Spitzentagen ein Bus, während der zweite dafür genutzt wird, in Savognin wieder pünktlich bei den Bergbahnen einzusetzen. In Cunter fahren die Skibusse nicht über die Hauptstrasse (dorthin besteht, seit die Linie 182/577 die Bergbahnen Savognin ebenfalls bedient, mit dem Regionalbus eine Direktverbindung), sondern durch den oberen Dorfteil mit seinen zahlreichen Ferienhäuschen. Die Busse wenden schliesslich bei der Endhaltestelle Sumvei, der Citaro K hat dies bereits erledigt und fährt nun leer zurück zu den Bergbahnen.