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Luk, Grüsch (bis Dez. 2013)

Letztes Update: 11. Oktober 2023, 20:28

PostAuto-Unternehmer Valentin Luk aus Grüsch betrieb mit zuletzt acht Fahrzeugen mehrere Postautolinien zwischen Landquart und Schiers im Prättigau. Ende 2013 wurde die Firma zusammen mit drei anderen PU in der Region in die neue Regie Prättigau integriert. Als neuste Fahrzeuge wurden im Herbst 2011 zwei Volvo-Hybridbusse der Bauart Volvo 7700H beschafft, sie gehören zu den ersten Hybrid-Postautos überhaupt und wurden ausschliesslich auf der Linie Landquart–Igis–Untervaz-Trimmis eingesetzt. Als einzige Leistung blieb diese auch nach Ende 2013 eine PU-Leistung, sie ging zusammen mit den beiden Hybridbussen an PU Dünser, Trimmis.

Mit Kleinbussen betrieb der PU die Linien von Grüsch nach Valzeina, von Schiers nach Fanas sowie den Rundkurs von Schiers nach Pusserein und Maria. Dazu kamen einzelne Leistungen ab Schiers in Richtung Furna und Schuders. Neuster Sprinter war ein 2009 gelieferter 515CDI 4x4 der damals frisch in der Postauto-Flotte aufgetauchten neusten Generation – hier im Einsatz auf der Linie nach Valzeina.

Zuvor wurde 2007 das erste Mal in der Region mit Niederflur-Kleinbussen experimentiert. Der Sprinter City 35 (ebenfalls ein 515CDI) bewährte sich bei schönem Sommerwetter einigermassen gut, bot aber weniger Sitzplätze als ein gleich grosser Hochflurbus und war im Winter mangels 4x4-Antrieb für die schwierigen Strassen nach Valzeina oder durch das Dorf Fanas nicht geeignet. Entsprechend wurden anschliessend durch die Regie Prättigau, die auch diesen Kleinbus übernahm, wieder mehrheitlich Hochflurbusse beschafft.

Im Jahr 2006 gelangte noch der letzte Sprinter der alten Generation, ein 416CDI 4x4, zur Flotte, welcher als grösster Kleinbus der Flotte vor allem ab Schiers nach Fanas und Pusserein zum Einsatz kam. Es ist der älteste Sprinter, der noch an die Regie überging, wo er anschliessend noch einige Jahre im Einsatz blieb.

Von den Sprinter 312D 4x4, welche 1998/1999 in vier Exemplaren zur Ablieferung gelangten, erlebte hingegen keiner mehr das Jahr 2013; der letzte, hier abgebildete Wagen wurde 2009 durch einen neuen Sprinter Transfer ersetzt. Bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme war er nurmehr Reservewagen, hier auf der Linie Schiers–Fanas.

Für die Linie Landquart–Grüsch–Seewis schliesslich standen zwei grössere Hochflurbusse zur Verfügung. Der neuere der beiden Wagen wurde 2006 fabrikneu angeschafft, es ist ein leicht verkürzter Normalbus der Bauart Setra 313UL (11.32 Meter lang)…

…und optisch durch die modernere Frontgestaltung eindeutig von seinem älteren Bruder zu erkennen: Ein normal langer Setra 315UL mit der alten Frontgestaltung mit Kässbohrer-Logo, 1997 an die Regie Scuol abgeliefert und von dort 2005 übernommen.

Die Fahrzeuge ersetzten zwei NAW/Hess BH4-23, welche mit ihren nachgerüsteten LED-Frontanzeigen Einzelgänger blieben. Während ein Fahrzeug original an PU Luk abgeliefert wurde, handelt es sich beim zweiten um einen ursprünglich an PU Dünser, Trimmis, abgelieferten Bus, welcher auf der dortigen Stammlinie 1999 durch ein Niederflurfahrzeug ersetzt wurde und danach zu PU Luk gelangte.

Als Vorgänger der beiden Hybrid-Volvos dienten ebenfalls zwei niederflurige Fahrzeuge: Im Jahr 2010 wurde ein Citaro-Standardbus mit 3 Türen, Jahrgang 2005, kurzzeitig von PU Dünser übernommen, und nach Ablieferung der Hybridbusse auch wieder dorthin zurück verschoben (davon existiert leider kein Bild in unserem Archiv) – das Fahrzeug folgte auf einen Volvo/Hess B10L, 1999 abgeliefert und während 11 Jahren im Raum Landquart im Einsatz. Diese erste Generation Hess-Niederflurbusse auf Volvo-Basis war bei Postauto in der ganzen Schweiz verbreitet, hat sich aber nicht allzu gut bewährt – die Schwierigkeiten, ein flaches Niederflur-Chassis mit einer entsprechenden Alu-Carosserie korrosionsbeständig zu verbinden, zeigten sich hier ein erstes Mal deutlich (und konnten auch bei den folgenden Generationen nie ganz übertönt werden).

Nicht nur überzeugender waren allerdings auch die eigenen Komplettbusse, die Volvo nicht zuletzt aus diesen Gründen vermehrt anbot: Der an PU Luk 2003 abgelieferte verkürzte 8700LE (11.2 Meter) war oftmals defekt ausser Betrieb und wurde zeitweise sogar vorübergehend durch andere Fahrzeuge der Regie ersetzt – was vor allem bei den verkürzten Fahrzeugen der Bauart auch von anderen Betreibern verschiedentlich berichtet wurde. Das Fahrzeug ging 2011 noch an die Regie in Frauenfeld und von dort später zu PU Schmidt, Jonschwil.