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SEFA Mobilité Sàrl (Bis Ende 2023) (bis 2020 Transports ARCC Sàrl), Aubonne

Letztes Update: 11. September 2024, 20:36

Der PostAuto-Unternehmer SEFA Mobilité Sàrl, bis 2020 unter dem Namen ARCC bekannt (aber schon damals eine SEFA-Tochtergesellschaft), betrieb bis Ende 2023 entlang dem «Coeur de la Côte» (der Gegend zwischen Morges und Nyon am Genfersee) ein ausgedehntes Busnetz als PostAuto-Unternehmer – mit über 30 Fahrzeugen war es einer der grössten PU der Westschweiz. Im Linienverkehr wurde hauptsächlich eine grosse Flotte von LE-Autobussen eingesetzt – wichtigster Typ in der Flotte ist der Crossway LE in Standardausführung, zwischen 2014 und 2019 wurden insgesamt sieben Fahrzeuge dieses Typs abgeliefert. 2023 folgte dann noch ein hochfluriges Fahrzeug derselben Bauart, das im Schülerverkehr eingesetzt wird.

Die LE-Fahrzeuge wurden auf der Achse St-Georges – Allaman – Rolle – Gland, ab Aubonne nach Rolle und Etoy sowie zwischen Rolle und Gimel eingesetzt. Nebst den Iveco aren dafür drei Citaro LE in C2-Ausführung im Einsatz, welche 2017 und 2019 angekauft wurden.

Bereits seit 2012 standen zwei Citaro LE Ü noch im Facelift-Design im Einsatz – hier in Allaman zu sehen. Die beiden Fahrzeuge gelangten etwa 2019 zur Regie Gland, welche damit auch einen Teil der ARCC-Leistungen zwischen Rolle und Gland übernommen hat.

Die grosse Flotte an Kleinbussen für den Schüler- und PubliCar-Verkehr wurde in den letzten Jahren aufgrund des schrittweise ausgebauten Linienverkehrs reduziert; bis zuletzt war der Schülerverkehr aber ein wichtiges Standbein von PostAuto an der Côte. Neuster Schul-Kleinbus war ein 2019 gelieferter Kleinbus der Bauart Iveco Daily 70C17 – er wurde hauptsächlich im Schülerverkehr um Féchy und Aubonne eingesetzt.

Für den Schülerverkehr im Bereich Gilly wurden zwei grosse Fahrzeuge mit rund 70 Plätzen in 2+3-Anordnung eingesetzt – ab 2018 war dieser Unvi Cimo auf einem Mercedes-Atego-Lastwagenchassis im Einsatz…

…und ergänzte einen 2009 gelieferten Temsa Tourmalin. Beide Fahrzeugtypen sind nicht per se als Schulbusse konstruiert, in der Schweiz aber praktisch nur in dieser Funktion zu finden.

Im Jahr 2015 wurden zwei Iveco 70C17 mit Unvi-Compa-Aufbau beschafft, welche um Gimel eingesetzt wurden…

…und praktisch gleichzeitig stiess auch erstmals ein Sprinter 516CDI zur Flotte, welcher 2017 durch ein zweites Fahrzeug ergänzt wurde. Diese beiden Fahrzeuge waren im Raum Aubonne und Gimel im Einsatz, wo diese Aufnahme entstand. Wie bei PostAuto üblich werden die nicht für den Linienverkehr ausgerüsteten Schulbusse als Scolacar bezeichnet.

Vor der aktuellen LE-Beschaffungswelle wurden verschiedentlich auch Vollniederflurer angeschafft; von der Citaro-Facelift-Generation waren drei Standardbusse vorhanden. Nebst abgebildetem Citaro Ü aus 2011 wurden 2013 noch zwei Dreitürer geliefert, bisher die einzigen Stadtfahrzeuge im Betrieb.

Einen Citaro-Gelenkwagen erhielt der Betrieb Ende 2013 aus zweiter Hand vom PU SAPJV - es handelt sich um den 2011 gelieferten Wagen, der dort die Nr. 69 trug und von weitem an der (nach einer Unfallreparatur) abweichenden Frontgestaltung erkennbar ist. Die Übernahme erfolgte aufgrund der Auflösung des PU-Vertrags der SAPJV; in dem Zusammenhang gelangte auch die Linie Bière – Gimel zum Betrieb, welche heute im Rahmen der Doppellinie 720/725 Allaman – Gimel – St-Georges die Stammstrecke für die Gelenkbusse des Betriebs ist. Ein zweiter Citaro-Gelenkbus wurde Anfangs 2022 von der Regie übernommen und stand bis zuletzt im Einsatz – der Wagen ex SAPJV wurde im Sommer 2023 überzählig ausrangiert.

Ein weiterer GEin weiterer Gelenkbus in der Flotte war ein MAN Lion's City GL in überlanger 18.75-Meter-Bauweise. Das Fahrzeug wurde zusammen mit dem Citaro hauptsächlich auf der erwähnten Hauptachse eingesetzt, welche nach 2010 im Rahmen des allgemeinen ÖV-Ausbaus im Kanton von einer Nebenlinie zur leistungsstarken ÖV-Achse ausgebaut wurde. Ein zweiter MAN-Gelenkbus wurde 2022 als Occasion angekauft, aber nie in Betrieb genommen. elenkbus in der Flotte ist ein MAN Lion's City GL in überlanger 18.75-Meter-Bauweise. Das Fahrzeug wird zusammen mit den beiden Citaro hauptsächlich auf der erwähnten Hauptachse eingesetzt, welche nach 2010 im Rahmen des allgemeinen ÖV-Ausbaus im Kanton von einer Nebenlinie zur leistungsstarken ÖV-Achse ausgebaut wurde. Ein zweiter MAN-Gelenkbus wurde 2022 als Occasion angekauft und dient als Gelenkbus-Reserve.

Zusammen mit dem ersten Gelenkwagen wurde 2010 auch ein Standardfahrzeug vom Typ MAN Lion's City Ü abgeliefert. Das Fahrzeug kam zuletzt vor allem im Schülerverkehr zum Einsatz, nachdem für den Linienverkehr neuere Fahrzeuge zur Verfügung standen.

Setra-Fahrzeuge gelangten nie fabrikneu zum PU ARCC. Trotzdem standen bis zu 5 Wagen der 300er-Bauart im Einsatz; dieser Setra 315NF wurde 2006 (als eines der letztgebauten Fahrzeuge dieser Generation) an den PostAuto-Unternehmer Bettex in Gilly abgeliefert, der kurz darauf in die ARCC integriert wurde. Dazu kamen drei ältere Setra 315NF, welche von den Regiebetrieben in Yverdon oder gar Le Locle übernommen werden konnten und die Niederflurflotte verstärken. Inzwischen sind alle drei Fahrzeuge verschwunden - lediglich der Wagen ex PU Bettex stand bis kurz vor der Betriebsauflösung noch im Einsatz und wurde im Herbst 2023 ersetzt.

Im Standort Gimel war zudem ein älterer Hochfluriger Setra 315UL, ebenfalls ein ehemaliges Regiefahrzeug, stationiert. Der Wagen kam vor allem zwischen Gimel und Rolle, aber gelegentlich auch auf anderen Linien, zum Einsatz. Im Jahr 2016 wurde das Fahrzeug durch einen Citaro LE ersetzt.

Erst 2022 gelangte noch einmal ein vergleichbares Hochflurfahrzeug, diesmal aber in der technisch eng verwandten MB-Werksversion Integro. Der bereits fast 20-jährige Bus diente hier ausschliesslich dem Schülerverkehr.

Vor 2008 waren die neu an die ARCC gelieferten Busse weiss - das galt allerdings nicht für die Kleinbusse, die PubliCars und ScolaCars laufen schon lange in PostAuto-Gelb. Dieser Renault gehört mit Baujahr 2005 zur neueren Generation Renault-Master...

...einer Bauart, die am Genfersee schon länger ihre Kreise zieht. Diese Aufnahme in Rolle zeigt einen Master der Generation um die Jahrtausendwende, das 2002 gelieferte Fahrzeug wurde 2015 ersetzt. Zuletzt standen noch drei Masters im Schülerverkehr und als PubliCar im Einsatz, wobei es sich bei einem davon um eine Occasion aus Yverdon handelte.

Ebenfalls nicht mehr zum ARCC-Park gehört dieser Fiat-Kleinbus, der von der Regie zur Verfügung gestellt wurde. Das Fahrzeug war im Schülerverkehr ab Aubonne im Einsatz.

Für den Stadtbus von Rolle, den so genannten "GreenBus", wurde 2009 eigens ein fabrikneuer MAN A35 beschafft und mit weiss-grünen Folien beklebt. Das Fahrzeug erhielt eine ungewohnte Kompakt-Klimaanlage für den Chauffeur, während die anderen ARCC-Fahrzeuge schon länger in vollklimatisierter Ausführung geliefert werden. Der Wagen wurde im Herbst 2023 durch einen Standardbus ersetzt und noch umimmatrikuliert – ist inzwischen aber auch ausrangiert.

Der einst private Busbetrieb ARCC durfte auch nach der Übernahme der Konzession im eigenen Design fahren, vermutlich mit dem Sonderstatus eines Transportpartners. Seit 2009 werden die Fahrzeuge wie erwähnt auch an diesen PU in Gelb geliefert, ältere Fahrzeuge werden jedoch nicht umbemalt und fahren nach wie vor in Originalfrben - wie dieser 2008 gelieferte A35, das letzte Fahrzeug, das im ARCC-Design abgeliefert wurde. Der Bus wurde im Herbst 2023 ausrangiert.

Vor den Lion's-Midibussen wurden auch MAN im klassischen 3xx-Design geliefert; einer der letzten Wagen, welcher noch in diesem Design gebaut wurde, ging 2007 an PU Rossier in Lussy und stellte sich dort kurz als zu klein heraus - seit 2008 läuft der Bus am Genfersee im ARCC-Design. Es handelt sich um einen klassischen A76 in Überlandausführung; er dürfte einer der letzten MAN-Midibusse im alten Layout sein.

2005 erhielt die ARCC zwei MAN NÜ313/A20. Die 12-Meter-Busse erhielten als erste im Betrieb ein vollständiges PostAuto-Intérieur, hatten aber aussen (noch) keine PostAuto-Kleber angebracht – derzeit steht noch ein Fahrzeug im Einsatz, hauptsächlich im Schülerverkehr im Raum Aubonne.

Als die beiden ersten MAN-Midis 2002 geliefert wurden, war die ARCC frischgebackener PU auf ihren einstigen Hausstrecken Allaman - Gimel und Rolle - Gimel. Die Wagen sind deshalb auch innerlich noch nicht als PostAuto zu erkennen... Da die Fahrzeuge für die stark wachsenden Fahrgastströme langsam zu klein wurden und MAN-Midibusse nicht gerade für herausragende Zuverlässigkeit bekannt sind,

Bereits vor Jahren gab es in der ARCC eine Citaro-Phase - 2004 und 2006 wurde je ein Citaro Ü in (abgesehen von der Farbgebung) vollständiger PostAuto-Lackierung in Betrieb gesetzt...

...zwischen 1999 und 2002 gelangten zudem drei klassische Stadt-Citaros in 2-türiger Ausführung in den Einsatz. Gut zu erkennen auf dieser Aufnahme vom 1999 abgelieferten VD 1'424 die violetten Haltestangen, das Fahrzeug wurde vor dem Konzessionswechsel geliefert und entspricht somit von der Inneneinrichtung nicht dem PostAuto-Standard. Das Schwesterfahrzeug wurde bereits 2012 ausrangiert, der letzte der Busse verschwand 2016 aus der ARCC-Flotte.

Ein etwas sonderbares Vehikel war dieser Gelenkbus, das 1988 nach Deutschland gelieferte Fahrzeug stand von 1999 bis 2010 hauptsächlich als Schulbus ab Aubonne im Einsatz, danach wurde der 22-jährige Wagen durch einen niederflurigen Lion's City G ersetzt.

Noch nicht mal an die ARCC, sondern an den Vorgängerbetrieb AAG (Allaman-Aubonne-Gimel) wurde Ende der 80er-Jahre dieser O405 geliefert. Längst nur noch als Schulbus im Einsatz, wurde der Wagen 2010 durch einen Lion's City ersetzt - obschon er mit seinem attraktiven Design fitter als mancher neuerer ARCC-Citaro ausschaute!

Schon als noch weisse Fahrzeuge beschafft wurden, gelangten immer mal wieder PostAuto-Fahrzeuge in Gelb als Occasionen auf die ARCC-Linien. Dieser Setra 213UL stammte, wie viele andere Occasionen auch, von der Regie Yverdon - sein Einsatzgebiet waren vor allem Schülerkurse in der Gegend von Rolle.