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Voegtlin-Meyer AG, Brugg

Letztes Update: 31. Oktober 2023, 10:40

34 PostAutos sind aktuell beim Traditionsunternehmen Voegtlin-Meyer in Brugg im Einsatz - damit gehört der Betrieb, der schon seit 1947 für PostAuto fährt, zu den grössten PU der Schweiz. Im Jahr 2021 nahm die Firma auf der Linie Brugg–Unterwindisch den elektrischen Betrieb auf, seither pendelt dort werktags ein Scania Citywide BEV, welcher am Bahnhof Brugg mittels Pantograph aufgeladen wird, von Montag bis Freitag im Halbstundentakt hin und her. Am Wochenende wird das Fahrzeug auch zwischen Brugg und Schinznach Bad eingesetzt.

Ansonsten sind die neusten Fahrzeuge im Park vom allgegenwärtigen Typ Mercedes-Benz Citaro C2. Zwei Gelenkbusse mit den Nummern 126 und 127 wurden 2020 beschafft...

…während zwischen 2018 und 2021 vier Standardbusse derselben Bauart beschafft wurde. Während der erste, 2018 gelieferte Wagen noch ein klassischer Dieselbus ist, sind die neueren Wagen 147-149 wie alle nach 2019 gebauten Standardbusse mit Compact-Hybrid-Paket versehen, das eine Treibstoffeinsparung dank zugeschaltetem Elektromotor/-Generator ermöglicht, ohne dass dafür ein anderer Antriebsstrang eingebaut werden muss.

Die derzeit grösste Teilflotte sind die 16 zwischen 2015 und 2018 beschafften MAN NL323 im aktuellsten Euro-6-Design der Lion's-City-Serie. Die Fahrzeuge werden auf allen Voegtlin-Meyer-Linien eingesetzt, abgesehen vom Elektrobus besteht hier keine Linienzuteilung.

Zu den A21 kommen fünf 2014/2015 beschaffte Gelenkwagen der überlangen 18.75-Meter-Bauart A40. Die Busse wurden für die Umstellung der Linie 368 Brugg - Birr auf Gelenkbusbetrieb beschafft, werden aber heute – zusammen mit einem 2022 von PU Steffen angekauften sechsten A40 und den beiden oben gezeigten Citaro – auch zwischen Brugg und Bad Zurzach (Gemeinschaftsbetrieb mit PU Indermühle) sowie auf der zusammen mit PU Steffen und Twerenbold betriebenen Linie Brugg–Mellingen-Heitersberg–Widen eingesetzt.

Bereits vor dieser MAN-Phase beschaffte PU Voegtlin-Meyer verschiedentlich Citaros: Von 2012 bis 2017 war der Betrieb an einem Pilotprojekt beteiligt und setzte auf seinen Linien 5 Elektro-Citaros mit Wasserstoff-Brennstoffzellen ein - werbewirksam und im Gegensatz zu allen anderen damals neuen Aargauer Linienbussen in Postauto-Gelb. Obschon sich das Konzept technisch bewährte, wurde der Betrieb wie geplant 2007 beendet, unter anderem, weil die Umrüstung finanziell nicht interessant war. Ob je wieder Wasserstoff-Busse bei PostAuto fahren werden, ist angesichts der immer grösseren Batteriekapazitäten «echter» Elektrobusse unklar.

Auch vor den BZ-Citaros war der Betrieb während langen Jahren EvoBus-Stammkunde. Von der Citaro-Facelift-Generation wurden insgesamt 6 Fahrzeuge beschafft, vor den 4 neuesten Wagen aus 2013 bereits 2007 zwei Fahrzeuge, damals noch mit den klassisch-grünen Matrix-Anzeigen. Ein Facelift-Ü gelangte zudem 2013 vom PU Eurobus-Knecht zur Flotte, als dessen Linienleistungen nach Bad Zurzach übernommen wurden. Die Fahrzeuge sind – wie alle 2007-2013 in das A-Welle-Verbundgebiet gelieferten Citaro – auf Geheiss des Bestellers in Weiss mit Welle-Aufklebern geliefert worden und nach wie vor so unterwegs, auch wenn seit 2014 wieder gelbe PostAutos beschafft werden dürfen. Aktuell sind die 4 Fahrzeuge aus 2013 (sowie der geerbte Citaro Ü) nach wie vor in Betrieb – die beiden Fahrzeuge aus 2007 wurden 2021 ausrangiert.

Von der klassischen Citaro-Bauart wurden 11 Stück beschafft, die Fahrzeuge stiessen 2003-2005 zur Flotte, die 5 neuesten waren mit Klimaanlage ausgerüstet. Die Fahrzeuge wurden ab 2015 bis 2020 schrittweise ersetzt.

Dazu kamen zeitweise zwei Citaro-Ü-Überlandwagen. Während der Wagen aus 2003 mit Klimaanlage und zweiflügligen Türen dem Standard entsprach, war Wagen 94 aus 2001 eher ein "hässliches Entlein": Keine Klimaanlage, einflüglige Aussenschwingtüre vorne und, vor allem, eine glatte, sternlose Frontblende (wie sie einzelne Deutsche Verkehrsbetriebe verwenden) tragen ihre Teile dazu bei... Die beiden Überländer wurden, wie alle Standardbusse, auf dem ganzen Liniennetz eingesetzt, wobei Wagen 94 mit seinem fortgeschrittenen Alter zuletzt als Reserve diente und 2015 ausrangiert wurde. Der Wagen 101 folgte ihm 2017.

Bereits 2009/2010 gab es ein kurzes MAN-Intermezzo, in diesem Zusammenhang erhielt auch Voegtlin-Meyer drei Lion's City A21. Diese ältere Variante des Lion’s City wurde wie alle Standardbusse auf allen Linien eingesetzt – die Fahrzeuge wurden zwischen 2020 und 2022 ersetzt.

Ebenfalls lange ein vertrauter Anblick waren MAN-Midibusse, von denen in Brugg 3 Stück eingesetzt wurden. 2006 wurden zwei der Wagen in gelb beschafft, gefolgt von einem A-Welle-Fahrzeug im Jahr 2007. Es handelte sich bei den Wagen um A35 in Überland-Ausführung, wie sie nebst dem Mittelland auch im Jura auf einigen gebirgigen Strecken fahren. Stammlinie der Wagen ist Wildegg - Auenstein - Schinznach ( - Brugg), sie fuhren aber auch auf anderen Linien ab Brugg, insbesondere nach Birrhard und Scherz. Einer der drei Wagen wurde 2015 nach Wohlen abgegeben, ein zweiter 2018 ausrangiert, so dass zuletzt nur noch ein Fahrzeug im A-Welle-Design (und ausschliesslich noch auf der Auenstein-Linie) im Einsatz stand. Dieser Wagen wurde schliesslich 2020 ausrangiert, womit die Flotte seither nur noch aus Standard- und Gelenkbussen besteht.

Nach dem O405 und vor dem Citaro beschaffte Postauto zwischen 1998 und 2002 Volvo-Niederflurbusse, zuerst der Bauart B10L, später B7L. Letztere Wagen, 3-türig und mit Turmmotor im Heck, wurden auch nach Brugg geliefert, wo 5 Stück mit Nr. 88-92 im Einsatz standen. Die letzten Wagen wurden im November 2013 ausrangiert.

Der klassische O405 darf in einem Betrieb mit langem Mercedes-Portfolio natürlich nicht fehlen; In Brugg war (nebst NAW-Fahrzeugen) sowohl die hoch- als auch die niederflurige Bauart ein gewohnter Anblick. Mit Jahrgang 1997 stand ein O405N2 noch bis 2014 im Einsatz, wenn auch zuletzt nur noch als eiserne Notreserve - das Fahrzeug war insofern eine Spezialität, als es statt dem Mercedes-Stern später ein Saurer-Logo erhalten hat!